MLCC-Preiserhöhung durch ‘Murata’ löst Spillover-Effekt aus… Aktie von…

Nachdem Murata Manufacturing Co., Ltd., der weltweit größte Anbieter von Mehrschicht-Keramikkondensatoren (MLCC), offiziell die Möglichkeit einer Preiserhöhung für Produkte für KI-Server angedeutet hat, steigen die Markterwartungen hinsichtlich einer Ergebniswende und Neubewertung (Re-Rating) der Aktie von Samsung Electro-Mechanics. Da Murata und Samsung Electro-Mechanics den globalen MLCC-Markt anführen, könnte Samsung Electro-Mechanics nachziehen, falls Murata die Preise anhebt.
Infolgedessen stieg die Aktie von Samsung Electro-Mechanics am 19., nachdem sie am 13. Februar, dem letzten Handelstag vor den Neujahrsfeiertagen, bei 309.500 Won geschlossen hatte, deutlich an. Um 15:44 Uhr lag der Kurs bei 358.500 Won und damit 15,83% höher als am Vortag.
Murata-Präsident Noriyuki Nakajima erklärte am 17. in einem Medieninterview: „Die aktuellen Bestellungen für Hochleistungs-MLCCs für KI-Rechenzentren entsprechen etwa dem Doppelten unserer Produktionskapazität.“ Er räumte ein, dass das Angebot mit dem explosionsartigen Nachfrageanstieg nicht Schritt halten könne. Murata will bis zum Ende des ersten Quartals die tatsächliche Marktnachfrage genau analysieren und noch im Februar eine endgültige Entscheidung über eine Preiserhöhung treffen.
Der Aktienmarkt reagierte unmittelbar nach Nakajimas Interview. In den folgenden zwei Tagen stieg Muratas Aktienkurs um 10%. Eine Erhöhung der MLCC-Preise dürfte ein zentraler Faktor für den Anstieg des operativen Gewinns von Murata sein.
In der Branche wird erwartet, dass Muratas Schritt ein entscheidender Auslöser für eine Verbesserung der Profitabilität der Komponentensparte von Samsung Electro-Mechanics sein wird.
Die Auslastung der MLCC-Produktion bei Samsung Electro-Mechanics liegt Berichten zufolge derzeit bei 90–95% und damit nahe an der Vollauslastung. Während das Unternehmen bislang auf eine Ergebnisverbesserung durch höhere Auslastung setzte, ist weiteres Gewinnwachstum allein durch zusätzliche Kapazitätssteigerungen nun begrenzt. Insbesondere haben jüngste Preisrückgänge bei IT-MLCCs die Effekte einer verbesserten Produktmischung aufgehoben und das Aufwärtspotenzial der operativen Marge eingeschränkt.
Die zentrale Variable für eine Anhebung künftiger Gewinnerwartungen ist der Produktverkaufspreis. Sollten die von Murata angeführten Preiserhöhungen für Hochleistungs-MLCCs für KI-Server Realität werden, dürfte auch Samsung Electro-Mechanics von steigenden Verkaufspreisen profitieren und dem Margendruck entkommen.
Laut Marktanalyse-Daten von Meritz Securities wird für Samsung Electro-Mechanics im Jahr 2026 eine Eigenkapitalrendite (ROE) von rund 10,6% erwartet. In den Jahren 2018 und 2021, als die ROE rund 14% erreichte und die Branche ihren Höhepunkt erlebte, wurde die Aktie mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (PBR) von 2,6–2,7 bewertet.
Yang Seung-soo, Analyst für Elektrotechnik/Elektronik und IT-Komponenten bei Meritz Securities, erklärte: „Der aktuelle Aktienkurs von Samsung Electro-Mechanics entspricht einem Konsens-PBR von etwa 2,3. Sollten Preiserhöhungen bei KI-MLCCs Realität werden, besteht Spielraum für eine Multiple-Expansion bei gleichzeitiger Verbesserung der ROE, und wir halten auch einen Eintritt in Bewertungsbereiche oberhalb früherer Höchststände für möglich.“







