Salesforce weist „SaaSpocalypse“-Sorgen zurück – Aktienrückkauf im Vol…

Angesichts wachsender Befürchtungen, dass KI den SaaS-Markt (Software as a Service) grundlegend verdrängen könnte, zeigte sich Marc Benioff, Vorstandsvorsitzender von Salesforce, demonstrativ selbstbewusst. Mit einem Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 50 Milliarden US-Dollar (rund 71 Billionen Won) sowie einer Dividendenerhöhung setzt das Unternehmen ein deutliches Signal.
Auf der Telefonkonferenz zur Bekanntgabe der Ergebnisse des vierten Quartals des Geschäftsjahres 2026 erklärte Benioff am 25. (Ortszeit): „Die Sorge, dass eine ‚SaaSpocalypse‘ – also das Ende von SaaS – Salesforce zu Fall bringen könnte, ist nicht neu.“
Bereits während der Corona-Pandemie habe es ähnliche Untergangsszenarien gegeben, doch Salesforce habe sich behauptet. Auch diesmal sehe man in KI keinen Risikofaktor, sondern mit der Plattform „Agentforce“ einen neuen Wachstumstreiber.
Den aktuellen Kursverfall bei SaaS-Aktien bezeichnete Benioff sogar als Kaufgelegenheit und Marketingchance und versuchte, Investoren zu beruhigen.
Operativ fielen die Zahlen stark aus: Der Quartalsumsatz stieg auf 11,2 Milliarden US-Dollar (+12 %), der Gewinn je Aktie (EPS) lag bei 3,81 Dollar und damit deutlich über den Markterwartungen von 3,04 Dollar.
Belastend wirkte jedoch der Ausblick. Die Prognose blieb hinter den Erwartungen zurück, woraufhin die Aktie im nachbörslichen Handel um nahezu fünf Prozent fiel. Als Reaktion genehmigte Benioff kurzfristig das 50-Milliarden-Dollar-Rückkaufprogramm und erhöhte die Quartalsdividende um sechs Prozent auf 0,44 Dollar je Aktie.
Ein Vertreter eines südkoreanischen Wertpapierhauses erklärte: „Die Ankündigung eines Aktienrückkaufs in dieser Größenordnung unterstreicht die soliden Fundamentaldaten im CRM-Geschäft und das Vertrauen des Managements in die Attraktivität der aktuellen Bewertung.“ Zugleich warnte er jedoch, dass die Unsicherheiten im SaaS-Sektor infolge der KI-Transformation vorerst anhalten dürften und kurzfristig keine deutliche Beschleunigung des unternehmensweiten Wachstums zu erwarten sei.







